Das Projekt Symbioticae entwirft hypothetische Lebewesen aus einer langfristig verdichteten Symbiose zwischen Insekt und Pflanze. Blüte, Frucht, Blatt oder Samenkapsel sind keine separaten Organismen mehr, sondern integraler Teil des Körpers, eingeordnet in eine systematische Taxonomie. Die Serie ist eine fortlaufende Arbeit, die kontinuierlich um neue Arten und Visualisierungskonzepte für ihre museale Erscheinungsform wächst.
Der spröde, wissenschaftliche Ton passt zu meinem musealen Ansatz und der studio-inszenierten Bildsprache, in der ich ohnehin arbeite – und distanziert die Arbeit zugleich von einer romantisierten, KI-assoziierten Fantasy-Ästhetik. Die Serie ist aus der Frage entstanden: Sind wir davon ausgegangen, dass die Evolution ihren Endpunkt erreicht hat, oder entwickeln sich Arten längst in Richtungen weiter, die wir noch für unmöglich halten?
Mein Traum wäre, Symbioticae vollständig als naturkundliches Museumsprojekt zu realisieren, mit wissenschaftlichen Modellen und Schautafeln, die diese Arten als Exponate inszenieren.